GEW Hessen News Feed http://dev.vbox.intern de_DE GEW Hessen Mon, 23 Nov 2020 05:23:49 +0100 Mon, 23 Nov 2020 05:23:49 +0100 TYPO3 EXT:news news-405 Fri, 20 Nov 2020 16:51:08 +0100 Betriebsräte in Sorge https://ogy.de/1mtg Beschäftigte in Kitas und Schulbetreuungen am Limit! Pressemitteilung vom 19.11.20 [Externer Link] Aktuell news-404 Tue, 17 Nov 2020 21:02:09 +0100 Mehr Schutz für Kita-Beschäftigte! https://ogy.de/gfd9 GEW Hessen fordert Hygienepläne, einen verbindlichen Stufenplan, Luftfilter [Externer Link] Aktuell news-403 Fri, 13 Nov 2020 17:35:22 +0100 Präsenzunterricht im Ausnahmezustand auch in Frankfurt beenden! https://www.gew-frankfurt.de/home/details/403-praesenzunterricht-im-ausnahmezustand-auch-in-frankfurt-beenden/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=5df5f79ad7b01e8b8021978e2e9c3549 Pressemitteilung der GEW BV Frankfurt Zunehmende Mitteilungen aus den Schulen, aber auch die Aussagen von Politik und Gesundheitsamt selbst machen es immer deutlicher, was viele schon vermutet haben. Niemand weiß, wie die Infektionslage an Frankfurter Schulen wirklich ist. Auch das Gesundheitsamt nicht. Insofern sollte auch nicht mehr behauptet werden, Frankfurt könne im Gegensatz zu anderen Teilen Hessens das Infektionsgeschehen an Schulen besser verfolgen und deshalb könne hier „normaler Regelbetrieb“ geleistet werden. Fakt ist, einen normalen Regelbetrieb gibt es an Frankfurter Schulen schon lange nicht mehr, in Wahrheit findet Präsenzunterricht in zu großen Gruppen im Ausnahmezustand statt! Das funktioniert überhaupt nur noch durch einen außerordentlichen und über Belastungsgrenzen hinausgehenden Einsatz von Kollegien und Schulleitungen!

Wir unterstützen deshalb die Forderungen des StadtschülerInnenrats und des Gesamtpersonalrats der Lehrerinnen und Lehrer Frankfurt, insbesondere fordern auch wir einen Übergang in ein Hybridmodell mit verkleinerten Lerngruppen, damit endlich an den Orten, an denen derzeit die meisten Personen zusammenkommen, auch die Abstandsregeln eingehalten werden können.

Entgegen mancher Unterstellung haben wir und alle in den Bildungseinrichtungen arbeitenden sehr wohl das Wohlergehen der Kinder und Jugendlichen im Blick. Neben der Verminderung des Infektionsrisikos durch mehr Abstand und verbesserte Luftqualität, gibt es natürlich auch die Herausforderung, den Bildungsauftrag zu erfüllen. In den kleineren Lerngruppen während des Hybridmodells können Lehrkräfte deutlich besser individuell auf Schüler*innen eingehen und sie unterstützen. Gerade die Teilung der Klassen kann es ermöglichen, dass die Schulen nicht schließen müssen. Genau dies stellt in den Schulen mehr Normalität und eine verbesserte Situation her.

Viele der über 3000 Kommentare bei Unterzeichnung der Petition „Hessen braucht ein Konzept für den Unterricht unter Pandemiebedingungen“, die von der GEW Hessen initiiert wurde, verdeutlichen genau dies. 

 

Laura Preusker und Sebastian Guttmann
(Vorsitzendenteam GEW BV FRankfurt)

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Aktuell
news-402 Thu, 12 Nov 2020 19:13:41 +0100 Fassungslosigkeit und Empörung an Frankfurts Schulen https://www.gew-frankfurt.de/home/details/402-fassungslosigkeit-und-empoerung-an-frankfurts-schulen/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=c9802226a577f297ee77da543403a3e9 Pressemitteilung des GPRLL-Vorsitzendenteams In der Frankfurter Rundschau vom 11.11. 2020 sieht Rene Gottschalk, der Leiter des Frankfurter Gesundheitsamtes, kein Problem darin, den Regelbetrieb an Frankfurter Schulen ohne Einschränkungen weiterlaufen zu lassen. Den Gesamtpersonalrat der Lehrerinnen und Lehrer in Frankfurt erfüllt diese Aussage mit Ratlosigkeit und Empörung, da bei uns täglich zahllose Mails, Anrufe und Briefe von Schulen eingehen, die sich unerträglichen Arbeitsbedingungen und zunehmend verunsichernden Situationen ausgesetzt sehen.

Die Schulen beschreiben die Arbeit in eiskalten Klassenräumen, da bei den Lüftungstipps des Gesundheitsamtes fälschlicherweise von funktionierenden Heizungssystemen ausgegangen wird. Sie klagen über die bisher konstante Weigerung der Stadt Luftreinigungsgeräte anzuschaffen, die in vielen Behörden und Privatschulen schon Gang und Gebe sind. Große Verunsicherung besteht auch aufgrund der Tatsache, dass das Gesundheitsamt kaum noch Quarantänemaßnahmen anordnet, weil es von völlig unrealistischem konsequenten Maskentragen bei Kindern und Jugendlichen ausgeht, welches in der Realität einfach nicht zu finden ist, weder in Bussen und Bahnen, noch in den Schulmensen und Cafeterien, noch 3 Meter jenseits des Schulgebäudes. Gottschalk verweist ja selbst auf die tragende Rolle der Masken…

Weiterhin erstaunen uns seine Aussagen zu Virologen, denen er die Expertise abspricht, ebenso verwunderlich sind Aussagen zur Infektion, die zur vorwiegend durch Tröpfchen und nur ganz selten durch Aerosole weitergegeben werde und vieles mehr. Zu allen diesen Themen gibt es mehr als genügend gegenläufige Studien und wissenschaftliche Erkenntnisse.

Hier im GPRLL laufen seit Wochen stündlich, und seit das Gesundheitsamt Verdachtsfälle gar nicht mehr gemeldet bekommen will, im Minutentakt die Beschwerden verzweifelter Schulen über das Gesundheitsamt und die Frankfurter Verfahrensweise in Bezug auf Corona ein – per Mail, per Telefon, in Briefform.

Mittlerweile haben nur noch wenige Frankfurter Schulen Verständnis für die Haltung der vorgesetzten Behörden in Bezug auf die Tatsache, dass bei derart hohen Inzidenzzahlen und dadurch bedingten Schließungen sowie strengsten Maßnahmen in vielen anderen Bereichen des Lebens die Lehrkräfte und Schüler*innen unter solchen Bedingungen wie gerade jetzt arbeiten und lernen sollen. Es herrscht darüber hinaus ein immenser Zorn über die Tonlage des Gesundheitsamtes, das ständige Abwiegeln, die nicht mehr nachvollziehbaren Entscheidungen und den immer wieder als einzig probates Mittel verschickten Lüftungsflyer, der impliziert, die Gefährdungslage bestehe hauptsächlich in ungeschicktemLüftungsverhalten an den Schulen, was natürlich grober Unfug ist. Alle bisher getroffenen Behauptungen Gottschalks stehen den Empfehlungen des RKI konträr entgegen.

Außerdem entscheidet das Gesundheitsamt Frankfurt anders in Bezug auf kleinere Lerngruppen und Wechselmodelle als andere hessische Gesundheitsämter (MKK, Hanau, GG, OF, u.a.), die in verantwortlicher Weise längst dazu übergegangen sind. Weiterhin verwechselt Gottschalk offensichtlich Schulschließungen, die niemand fordert, mit Hybridunterricht und verkleinerten Gruppen, in denen die Ansteckungsgefahr durch den Abstand, den er ja auch immer wieder als unerlässlich betont, deutlich verringert ist. Erfahrungsgemäß kann in geteilten Gruppen oft intensiver gearbeitet werden, so dass der
Bildungsauftrag auch im Wechselmodell noch gewährleistet wird.

Das Gesundheitsamt hat die Nachverfolgung so gut wie aufgegeben. Verdachtsfälle dürfen nicht mehr gemeldet werden, auch die Tests für die Kontaktpersonen wurden eingestellt. Viele Schulen vermuten zunehmend Methode - im Sinne einer weniger beunruhigenden Statistik. Mittlerweile gibt es auch Beschwerden über Aufforderungen des Gesundheitsamtes an Schülerinnen und Beschäftigte, eine vorliegende Infektion bei Symptomfreiheit zu verschweigen.

Die immense Arbeit, das Beruhigen panischer Schüler*innen und die Information verunsicherter Eltern, das Beantworten von Telefonaten und Mails, die Verantwortung für individuelle Entscheidungen liegt jetzt bei den Schulen, wo die Belastung kaum noch hinnehmbar ist. Währenddessen werden Luftreiniger nicht gestellt, Land und Stadt liefern keine ausreichend wirksame Schutzausrüstung (FFP2), das Gesundheitsamt verweigert gleichzeitig das flächendeckende Wechselmodell nach Stufe 3, obwohl bisher alle Schulen, die sich bei uns gemeldet haben, dies trotz der dann anstehenden Mehrarbeit als notwendig erachten.

Großer Unmut besteht ob der Tatsache, dass die Anschaffung der professioneller Luftreinigungsgeräte oder -anlagen, für die das Land inzwischen sogar Geld bereitgestellt hat, in Frankfurt aktiv blockiert wird, obwohl es mehrere Studien gibt, die ihre unterstützende Wirksamkeit belegen. Diese Wirksamkeit scheint leider nur überall außerhalb Frankfurts zu gelten. Schulen, die versuchen, dies über Eltern oder Fördervereine zu organisieren, werden Hürden in den Weg gelegt, die unserer Auffassung nicht notwendig oder aber technisch lösbar sind. Dies führte schon bis zum Abbau bereits aufgestellter Geräte. Langfristig fordern wir den Einbau von professionellen und funktionierenden Lüftungssystemen.

Die Schulen möchten wissen, wie das GA und die Stadt es rechtfertigen, dass in vielen umliegenden Landkreisen endlich Schritte mit verkleinerten Lerngruppen eingeleitet werden und nur in Frankfurt die Gesundheit der Lehrkräfte und Schüler*innen „so gering geschätzt wird, dass der Regelbetrieb aufrecht erhalten wird, als gäbe es das Virus nicht". Diese Diskrepanz lässt sich einfach nicht mehr erklären. Die Schulen gehen davon aus, dass man hier zur Erhaltung der Betreuungssituation die Erkrankungen vieler in Kauf nimmt und die Prävention von Langzeitschäden hintenanstellt.

Auszug aus den aktuellen verzweifelten Mails als typisches Beispiel:

„Potenziell infizierte Kinder tummeln sich also ungehindert in den Klassenräumen, auf den Schulfluren und auf dem Hof. Eine Testung erfolgt nur bei Symptomen, was in der Altersklasse bekanntermaßen nicht unbedingt der tatsächlichen Infektionslage entspricht. (...)

Wir fühlen uns hoffnungslos im Stich gelassen. Auf dem Rücken unser aller Gesundheit werden auf diese Weise Fallzahlen an hessischen Schulen beschönigt und vertuscht. Wir möchten unbedingt, dass diese Missstände öffentlich gemacht werden. Wohin können wir uns wenden, um uns zu wehren? In unserer Not war es bereits eine ernsthafte Überlegung, sich wegen vorgeschriebener Körperverletzung an die Polizei zu wenden."

 

Meike Bär und Sebastian Guttmann
(Vorsitzendenteam des Gesamtpersonalrats der Lehrerinnen und Lehrer am Staatlichen Schulamt für die Stadt Frankfurt)

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Aktuell
news-401 Wed, 11 Nov 2020 16:55:02 +0100 Den Schul-Corona-Leugner*innen etwas entgegensetzen! https://www.openpetition.de/petition/online/hessen-braucht-ein-konzept-fuer-den-unterricht-unter-pandemiebedingungen Macht mit! Petiton der GEW Hessen an den Ministerpräsidenten und das HKM [Externer Link] Aktuell news-400 Tue, 27 Oct 2020 09:07:09 +0100 Was muss eigentlich noch passieren bis wirksame Maßnahmen an Schulen ergriffen werden? https://www.gew-frankfurt.de/home/details/400-was-muss-eigentlich-noch-passieren-bis-wirksame-massnahmen-an-schulen-ergriffen-werden/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=2343241dd071012845ce1a7518b664a5 Pressemitteilung der GEW BV Frankfurt zur aktuellen Situation Aufgrund des aktuellen Infektionsgeschehens (Inzidenzwert von über 200) wurden weitere Maßnahmen für die Stadt Frankfurt beschlossen, die seit Anfang der Woche gelten. Zur Unterstützung des Gesundheitsamts wurden Soldaten der Bundeswehr, zur Unterstützung der Stadtpolizei Einheiten der Bundespolizei angefordert. Nur der Schulbetrieb geht genauso weiter wie bisher. Erstaunlich, kommen hier doch jeden Tag viele Menschen auf engem Raum zusammen, sodass die Abstandsregeln nicht eingehalten werden können.

Mit zunehmender Zahl an Neuinfektionen in der Gesamtbevölkerung wird auch die Zahl der Infektionen an Schulen steigen. Was muss eigentlich noch passieren, dass eine Umstellung auf verkleinerte Lerngruppen erfolgt? Dies hält das RKI bereits ab einem Inzidenzwert von 50 für dringend geboten. Dieser Wert wird seit dieser Woche um mehr als das Vierfache überschritten!

Wir fordern die Stadt Frankfurt und das Gesundheitsamt deshalb auf, endlich auch im Bereich der Schulen zu reagieren. Um die Einhaltung es Abstandsgebots auch im Unterricht zu ermöglichen, müssen die Lerngruppen wieder geteilt werden. Ebenso sollten in allen Klassenräumen so schnell wie möglich Luftfilter installiert werden, um so die Ansteckungsgefahr mit Covid-19 und auch anderen saisontypischen Erkrankungen zu minimieren. Die Wirksamkeit der Anlagen ist inzwischen durch mehrere Studien belegt!

Wenn weiter keine zusätzlichen und wirksamen Maßnahmen für Schulen getroffen werden, steigt die Gefahr für einen erneuten Lockdown mit Schulschließungen. Will man diese vermeiden, muss man jetzt handeln!

Laura Preusker und Sebastian Guttmann
Vorsitzendenteam Bezirksverband Frankfurt

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Aktuell
news-398 Thu, 17 Sep 2020 18:28:22 +0200 Arbeitsbelastungs- und Arbeitszeitstudie 2020 an Schulen in Frankfurt https://ogy.de/87w0 Digitale Vorstellung der Studie Mittwoch, 23.9.2020 Veranstalter: GEW BV FFM und GEW Hessen [Externer Link] Aktuell news-397 Thu, 10 Sep 2020 16:10:11 +0200 Erste Woche Regelbetrieb im neuen Kita-Jahr https://ogy.de/1hh7 GEW Hessen fordert mehr Ressourcen für frühkindliche Bildung. PM vom 25.8.20 [Externer Link] Aktuell news-396 Thu, 18 Jun 2020 16:29:29 +0200 „Wir stehen als Versuchskaninchen nicht zur Verfügung!“ https://www.gew-frankfurt.de/home/details/396-wir-stehen-als-versuchskaninchen-nicht-zur-verfuegung/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=962597b7d84f7f4353a7b03c7214a42e Aufruf zur Demonstration der GEW Frankfurt am 19.6.20, 16 Uhr, Opernplatz Warum: Keine unkontrollierten Öffnungen der Grund- und Förderschulen!

Wann: Am Freitag, 19.06.2020 um 16.00 Uhr

Wo: Opernplatz Frankfurt

Wir freuen uns euch am Freitag zahlreich begrüßen zu können, um unser Entsetzen über die Pläne des Kultusministeriums eindrucksvoll öffentlich zum Ausdruck zu bringen.

Wir freuen uns auch über die Unterstützung von Kolleg*innen der weiterführenden Schulen.

 

Laura Preusker und Sebastian Guttmann

Vorsitzendenteam

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Aktuell
news-395 Thu, 11 Jun 2020 11:51:23 +0200 So schafft man kein Vertrauen! https://www.gew-frankfurt.de/home/details/395-so-schafft-man-kein-vertrauen/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=dbbe69e80c4448edcd137bf47b7471a5 Zum Schreiben des Kultusministers zur Rückkehr zum Regelunterricht an Grundschulen vom 22.6. bis 3.7. Der GEW Bezirksverband Frankfurt ist in vielerlei Hinsicht erstaunt und entrüstet über die jetzt konkretisierte Verkündigung des Hessischen Kultusministers Lorz, in den letzten zwei Wochen vor den Sommerferien alle bisher in Schulen geltenden Abstandsregelungen aufzuheben und den Unterricht an den Grundschulen wieder im Regelbetrieb stattfinden zu lassen. Die ersten, zweiten und dritten Klassen sind gerade einmal seit dem 2. Juni überhaupt wieder in der Schule und somit erst seit einigen Tagen an die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln herangeführt worden. Und jetzt sollen sie von einem Tag auf den anderen in der Schule, in Gruppen von bis zu 25 Kindern, die bis zu 5 Stunden in engen, schlecht lüftbaren Räumen sitzen, als hätte es Abstands- und Hygieneregelungen nie gegeben? War alles nur ein großer Irrtum? Das untergräbt neben der eigenen Glaubwürdigkeit auch die der Lehrkräfte, die das eine den Kindern als äußerst wichtig vermittelt haben und jetzt wieder das Gegenteil vertreten sollen.

Unter enormen Arbeitsaufwand haben Schulleitungen und Kollegien mit Unterstützung der Schulträger die Räume für kleinere Gruppen hergerichtet, Stundenpläne, Aufsichtspläne und Raumpläne nach immer wieder neuen Vorgaben erstellt, die Eltern informiert und um ihr Verständnis für die pandemiebedingten Einschränkungen geworben. Die Unterstützung durch das Ministerium war hier immer unzureichend, wenn nicht sogar kontraproduktiv.

Wie an den vielen Frankfurter Grundschulen, die in der Regel zwischen 12 und 20 Klassen haben, bei vollem Unterrichtsbetrieb eine räumliche Trennung der Klassen voneinander real möglich sein soll, bleibt ein Geheimnis des Kultusministers. Mit der Lösung dieses und weiterer Probleme werden die Schulen aber sicher wieder komplett alleine gelassen.

Wir sagen es mal so: In einem Büro in Wiesbaden kann man diese „Idee sehr spannend finden“ (Kultusminister im Interview mit der Frankfurter Rundschau am 9.Juni), vor Ort soll dann von anderen das Unmögliche möglich gemacht und das Risiko getragen werden.

Wir möchten daran erinnern, dass Herr Lorz selbst in dem Erlass vom 7. Mai zur Öffnung der Grundschulen ausdrücklich geschrieben hat, dass alle Regelungen einschließlich der Vorgaben zu Gruppengrößen und Abstandsregeln „zunächst bis zu den Sommerferien Bestand haben“. Auch seine Zusage, zukünftig die Eltern und die Lehrkräfte rechtzeitig zu informieren und einzubeziehen, wird einmal mehr gebrochen. So schafft man kein Vertrauen, sondern man erschüttert bzw. zerstört es!
Besonders schwerwiegend ist der sich aufdrängende Eindruck, dass Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte der Grundschule hier als „Versuchspersonen“ für die Ausbreitung der Epidemie dienen sollen: Offensichtlich will man auch in Hessen in den wenigen Tagen vor den Ferien Erfahrungen sammeln, wie sich die Aufhebung der Abstandsregeln auswirkt. Die Ferien sollen dann als „Sicherheitspuffer“ dienen.

Um Missverständnissen vorzubeugen: Die GEW Frankfurt ist nicht gegen eine Öffnung der Schulen. Aber diese muss sinnvoll geplant und umgesetzt werden. Dazu gehört auch, die an der Umsetzung Beteiligten in Planungen mit einzubeziehen. Viel wichtiger als die symbolische Öffnung der Schule an zehn Unterrichtstagen ist eine verantwortungsvolle und verlässliche Planung für das nächste Schuljahr, die alle Möglichkeiten berücksichtigt, das heißt sowohl eine weitgehende Rückkehr zum Regelunterricht unter Beachtung von Hygienevorschriften als auch die einer zweiten Welle der Pandemie.

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