GEW Hessen News Feed http://dev.vbox.intern de_DE GEW Hessen Tue, 23 Apr 2019 14:57:29 +0200 Tue, 23 Apr 2019 14:57:29 +0200 TYPO3 EXT:news news-345 Wed, 03 Apr 2019 10:59:07 +0200 Für ein solidarisches Europa – gegen nationalistischen Hass https://www.attac.de/startseite/detailansicht/news/fuer-ein-solidarisches-europa-gegen-nationalistischen-hass-und-menschenfeindlichkeit/ Attac-Aufruf zu den Europa-Demos am 19.5. | 12 Uhr FFM-Opernplatz [Externer Link]  

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news-344 Thu, 14 Mar 2019 11:31:56 +0100 Solidaritäserklärung mit unseren Kolleg*innen in Frankreich https://www.gew-frankfurt.de/home/details/344-solidaritaeserklaerung-mit-unseren-kolleg-innen-in-frankreich/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=86124515764bbe59b952b29480323a61 Aktionstag für die Rechte der Beschäftigten im öffentlichen Dienst am 19.3. in Frankreich Der Bezirksvorstand der GEW BV Frankfurt am Main hat auf seiner Sitzung am 12. März folgende Solidaritätserklärung beschlossen.

An unsere Kolleginnen und Kollegen in Frankreich,

aufgerufen zu einem nationalen Aktionstages am 19. März durch die Gewerkschaften CGT, Force Ouvrière, FSU und SOLIDAIRES de la Fonction publique.

Wir unterstützen eure Forderungen nach:

  • einer generellen und sofortigen Gehaltserhöhung der Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes

  • einem Ausgleich für die seit Jahren erlittenen Einkommensverluste

  • einem Plan zur Übernahme in das Beamtenverhältnis

  • der Schaffung von unbefristeten, regulären Arbeitsverhältnissen

  • der Aufhebung des Karenztages

  • der Aufwertung der Pensionen

  • der Aufrechterhaltung und Verbesserung unseres Rentensystems sowie der Gesetzgebung zu Pensionen für Zivil- und Militärbeschäftigte, ebenso für Beschäftigte der CNRACL

  • der Rücknahme des Gesetzesvorhabens zugunsten von Stärkung und Erneuerung des Öffentlichen Dienstes

Wir selbst haben die zerstörerischen Auswirkungen der «Agenda 2010» in allen Bereichen der Daseinsvorsorge und des Öffentlichen Dienstes in Deutschland erlebt und sind mit Eurem Widerstand gegen die geplanten Maßnahmen der Regierung Macron gegen die verschiedenen Bereiche des Öffentlichen Dienstes solidarisch.

Wir halten es darüber hinaus für unabdingbar, stärker als bisher über die Grenzen hinweg zusammen zu arbeiten und uns gegenseitig zu unterstützen.

Gez. Laura Preusker und Sebastian Guttmann

(Vorsitzendenteam)

 

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Aktuell
news-343 Wed, 06 Mar 2019 10:27:06 +0100 Nein zum Krieg - abrüsten statt aufrüsten https://www.gew-frankfurt.de/home/details/343-nein-zum-krieg-abruesten-statt-aufruesten/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=f141d89718029f20bc1c3448f89eeaab Ostermarsch 2019 in Frankfurt a.M. am 22.4.2019 Wir dokumentieren im folgenden den Aufruf zum diesjährigen Ostermarsch sowie das Programm des Abschlusses des hessischen Ostermarsches in Frankfurt am 22. April. Für weitere und aktuelle Informationen siehe den Link unten.

Die Forderungen der Ostermarschbewegung sind nach wie vor aktuell. Vor allem ist die wieder anwachsende Atomkriegsgefahr zu bannen. Dazu bedarf es konkreter politischer Schritte. Deshalb fordern wir:

  • den Abzug aller Atomwaffen aus Deutschland, wie es der Bundestag bereits 2010 gefordert hat

  • den deutschen Beitritt zum Atomwaffenverbotsvertrag der UNO

  • ein starkes diplomatisches Engagement der Bundesregierung für Erhalt und Einhaltung des INF-Vertrages, der die Stationierung atomarer Mittelstreckenraketen in Europa untersagt.

Wir sind für umfassende politische Zusammenarbeit in Europa, z.B. durch die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit (OSZE). Wir verweisen darauf, dass die Rüstungsausgaben der NATO das 15-fache derjenigen Russlands betragen.
Unser Land braucht einen grundlegenden Politikwechsel. Deshalb demonstrieren wir auch 2019 wieder:

  • für Abrüstung statt weiterer Aufrüstung

  • für die Finanzierung dringender gesellschaftliche Aufgaben zu Lasten der Rüstung

  • für eine friedliche, demokratische und soziale Entwicklung der Europäischen Union und gegen deren zunehmenden Militarisierung

  • gegen Auslandseinsätze der Bundeswehr

  • gegen alle Rüstungsexporte und für eine sozialverträgliche Umstellung der Rüstungsindustrie auf Zivilproduktion

  • gegen die deutsche Beihilfe zu den Drohnenmorden der USA über die Air Base Ramstein

Wir sind gegen völkerrechtswidrige Sanktionen. Unsere volle Solidarität gilt der Zivilbevölkerung in Konfliktregionen und den Geflüchteten. Deshalb fordern wir:

  • die Beseitigung der Fluchtursachen wie Kriege, Gewalt, Hunger, wirtschaftliche Ausbeutung, Umweltzerstörung und Klimawandel

  • Schluss mit der todbringenden Abschottung Europas und dem Mittelmeer als Massengrab für Flüchtlinge

  • zivile Konfliktbearbeitung, gerechte Handelsbeziehungen und wirtschaftliche Zusammenarbeit

Wir demonstrieren an Ostern für
Frieden, Abrüstung, Demokratie, soziale und globale Gerechtigkeit.

 

Die Ostermärsche in Hessen beginnen am Karfreitag, 19. April 2019 in Bruchköbel. Am Samstag, 20. April finden Aktionen u. a. in Gießen, Erbach, Limburg, Mainz/Wiesbaden und Fulda statt. Der Beginn des Ostermarschabschlusses in Frankfurt ist am Ostermontag, 22. April 2019 an folgenden Orten geplant:

Darmstadt
10.30 Uhr Luisenplatz: Treffpunkt für Fahrraddemo zum Ostermarsch in Frankfurt a.M.

Offenbach
10:00 Uhr Auftaktveranstaltung Stadthof (Rathaus)

Frankfurt a.M.
10:30 Uhr Rödelheim, Bahnhof – 12:00 Uhr Bockenheimer Depot
11:00 Uhr Bornheim, Gießener Str./Marbachweg (US-Generalkonsulat)
11:30 Uhr Niederrad, Bruchfeldplatz
Von dort demonstrieren die Friedensinitiativen auf verschiedenen Routen zum Römerberg. Hier findet ab 13.00 Uhr die Antikriegskundgebung statt.

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news-342 Fri, 15 Feb 2019 17:39:39 +0100 Quo vadis Frankreich, Deutschland, Europa ... ? https://www.gew-frankfurt.de/home/details/342-quo-vadis-frankreich-deutschland-europa/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=84e14d095e15ece3c99a573ddb0390c8 28.2.2019 | 18 Uhr Geschäftsstelle der GEW-Hessen, Zimmerweg 12, Frankfurt Neoliberale „Reformen“, soziale Kämpfe, staatliche Repression

Massenbewegung gegen das Arbeitsgesetz „Loi Travail“ 2016

Drei Monate Streik gegen die „Reform“ der französischen Bahn SNCF

Bewegung der „Gelben Westen“ seit November 2018

Wir laden ein zu einer Informationsveranstaltung und Meinungsaustausch

mit den Kollegen David Donnez (Sekretär der CGT-Cheminots für Internatioanles),  Paris
und Serge Adam (Lokführer im Ruhestand), Straßburg,

am 28. Februar um 18 Uhr in der Geschäftsstelle der GEW-Hessen, Zimmerweg 12, Frankfurt

Die Themen:  

    • Erst die Massenbewegung gegen das Arbeitsgesetz „Loi Travail“
    • Jetzt: Drei Monate Streik gegen die „Reform“ der französischen Bahn
    • Die Folgen von 25 Jahre Privatisierung der Bahn in Deutschland
    • Was wollen die „Gelbwesten“ ?
    • Was verbindet uns mit den Arbeitnehmern in Frankreich ?
    • Wie muss unser Europa aussehen ?

Veranstalter: Arbeitskreis Internationales der GEW-Hessen; Personengruppe Seniorinnen und Senioren Bezirksverband Frankfurt


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Aktuell
news-339 Wed, 13 Feb 2019 16:20:00 +0100 Ein Platz für die Gingolds https://www.gew-frankfurt.de/home/details/339-ein-platz-fuer-die-gingolds/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=7210a3bbfae878f8c76bf911884859b0 Veranstaltung am 9.3.2019 um 15.00 Uhr in Niederrad am Platz Ecke Neuwiesenstraße / Reichsforststraße Zusammen mit vielen Frankfurter Bürgerinnen und Bürgern sind wir dafür, den kleinen Platz an der Mündung der Neuwiesenstraße in die Reichsforststraße in Frankfurt-Niederrad nach Ettie und Peter Gingold zu benennen.

Beide wohnten bis zum Ende ihres Lebens in der Reichsforststraße. Sie gehören zu den Menschen, die sich unter Einsatz ihres Lebens dem Hitlerfaschismus entgegengestellt haben. Damit sind sie ein Vorbild.

Als Sohn jüdischer Eltern und junger Kommunist war Peter Gingold bald nach Beginn der Naziherrschaft zur Flucht gezwungen. Er folgte Ende 1933 seiner Familie ins Exil nach Paris. Nach der Besetzung Frankreichs durch die deutsche Wehrmacht schlossen sich Peter Gingold und seine Frau Ettie der Widerstandsbewegung Resistance an, um an der Befreiung vom Faschismus mitzuwirken.

Nach 1945 in Frankfurt-Niederrad lebend, engagierten sie sich ihr Leben lang unermüdlich gegen jede Art von Menschenfeindlichkeit, Rassismus, Antisemitismus und Neofaschismus.

Die Stadt Frankfurt am Main würdigte ihr antifaschistisches Engagement mit der Verleihung der Johanna-Kirchner-Medaille.

Wir halten es für angebracht, diesen Platz nach den Gingolds zu benennen.

  • In Würdigung ihrer Leistungen als Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime und als Aufklärer gegen Nationalismus, Menschenfeindlichkeit und Antisemitismus.
  • Zur Mahnung an die heute und morgen hier Lebenden, jederzeit und überall für Menschlichkeit, Frieden und Demokratie einzutreten.
  • Damit sich Verhältnisse wie zur Zeit der Naziherrschaft niemals wiederholen.


In diesem Sinne wollen wir am Samstag, 9. März 2019 um 15.00 Uhr in Frankfurt-Niederrad am Platz der Straßenmündung Neuwiesenstraße / Reichsforststraße Ettie und Peter Gingold gedenken und verbunden mit einer symbolischen Platzbenennung unsere Forderung untermauern.

Veranstaltung und Anliegen werden unterstützt von über 100 Personen und Organisationen (siehe Flyer)

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news-338 Wed, 16 Jan 2019 12:12:34 +0100 Antifaschistische Filmreihe 2019 https://www.gew-frankfurt.de/home/details/338-antifaschistische-filmreihe-2019/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=7bdfab333ef0d335a2dca061074d16bc Zum Kampf von Widerstandskämpfer*innen in der Zeit des deutschen Faschismus Frankfurter Jugendorganisationen, die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten und Antifaschistinnen (VVN-BdA) und der Studienkreis Deutscher Widerstand haben ein neues Projekt ins Leben gerufen: eine antifaschistische Filmreihe, die das Thema Antifaschismus und den mutigen Kampf von Widerstandskämpfer*innen in der Zeit des deutschen Faschismus in Erinnerung rufen soll.

Es werden jeden Monat ein Film zu diesem Thema gezeigt, jeweils an Spielorten der einzelnen Gruppen. Das Programm findet ihr in der PDF-Datei unten.

Das Bündnis lädt euch dazu ein: "Kommt vorbei, schaut mit uns und diskutiert mit uns."

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Aktuell
news-337 Wed, 19 Dec 2018 12:27:15 +0100 Rettet den CeBeeF! PM und Offener Brief von politisch engagierten Gewerkschafter*innen https://www.gew-frankfurt.de/home/details/337-rettet-den-cebeef-pm-und-offener-brief-von-politisch-engagierten-gewerkschafter-innen/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=d6c681825dcec51706375f836c3799b3 An SPD-OB Peter Feldmann und Stadträtin Prof. Dr. Daniela Birkenfeld die Fraktionen der Römer Koalition [Update am 16.1.2019]

Der weiter unten dokumentierte offene Brief soll demnächst mit Unterschriften von Unterstützer*innen veröffentlicht werden, wer noch unterschreiben möchte, tue dies bitte per Mail an die Kontaktadresse der Initiator*innen am Ende dieser Seite.

Pressemitteilungen vom 11. Januar 2019

Rettet den CeBeeF!

 

so lautet das Motto eines Offenen Briefs, mit dem sich zahlreiche Gewerkschafter*innen, Betriebsräte, Organisationen und Einzelpersonen an Oberbürgermeister Feldmann und die Sozialdezernentin Birkenfeld wenden. Sie fordern die Stadt auf, die Beschäftigten des CeBeeF (Club Behinderter und ihrer Freunde) in einen städtischen Eigenbetrieb zu überführen.

Hintergrund der Initiative sind die anhaltenden wirtschaftliche Schwierigkeiten des Trägers. Der CeBeeF wird seit 2016 im Rahmen einer Schutzschirminsolvenz geführt. Der Verein war unlängst in die Schlagzeilen geraten, nachdem erneut Liquiditätsengpässe auftraten und die Auszahlung des Weihnachtsgeldes an die Beschäftigten zum Teil gestundet werden musste.
Die Unterzeichner*innen des offenen Briefes befürchten schwerwiegende Folgen, sollte der Verein wie von Gläubigerausschuss und der Beratungsfirma geplant, anderen Trägern angeboten werden. Es drohe eine Aufteilung des CeBeeF und eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen unter das bisherige tarifliche Niveau.

„Es geht um eine gesellschaftlich und politisch gewollte Arbeit der Öffentlichen Daseinsvorsorge. Es kann nicht im Interesse der Stadtgesellschaft sein, ein bewährtes Instrument der Behindertenhilfe zu zerschlagen“ hält ver.di-Vertrauensmann Michael Altmann, Erstunterzeichner des offenen Briefes, diesen Plänen entgegen.

Die Fehler der Geschäftsführung sollten nicht zu Lasten der Beschäftigten und der Kund*innen des CeBeeF gehen:„ Eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen führt auch zu Qualitätsverlusten in der täglichen Arbeit. Die Tarifbindung und die von der Belegschaft erkämpften Rahmenbedingungen müssen erhalten bleiben!“ so Maria Lüning, Kollegin aus dem Frankfurter Netzwerk der Sozialen Arbeit, welches gleichfalls den Offenen Brief unterstützt.

In der Überführung des CeBeeF in einen Städtischen Eigenbetrieb sehen die Unterzeichner*innen des Offenen Briefes die Gewähr, sowohl tariftreue Bezahlung als auch Kontrolle über die Verwendung öffentlicher Gelder zu garantieren.

Der Offene Brief mitsamt Unterschriften wird am Neujahrsempfang des DGB am 12. Januar 2019 an Oberbürgermeister Feldmann übergeben. Weitere Aktionen sind geplant.

im Auftrag der Unterzeichner*innen:
Maria Lüning, Michael Altmann
(Vertrauensleute im ver.di Fachbereich 03 (Gesundheit und Soziales)
von ver.di Bezirk Frankfurt am Main und Region.

Offener Brief

an SPD-OB Peter Feldmann und Stadträtin Prof. Dr. Daniela Birkenfeld,
an die Fraktionen der Römer Koalition:

Rettet den Club Behinderter und ihrer Freunde (CeBeeF)!

Sehr geehrte Politiker*innen,

wir sozialpolitisch aktive Gewerkschafter*innen und politisch Engagierte sind in großer Sorge um die Versorgung und Betreuung der Menschen mit Behinderungen in unserer Stadt. Die Politik hat entschieden, dass zur Unterstützung und Assistenz dieser Menschen der Verein Club Behinderter und ihrer Freunde Frankfurt e.V. finanziert wird. Die Arbeit des CeBeeF entspricht dem politischen Willen der Bevölkerung.

Die Beschäftigten des CeBeeF erfüllen diesen politischen Willen durch ihre qualifizierte und engagierte soziale Arbeit. Sie sind dabei auch bereit, viele Überstunden zu machen. Um genügend Personal für diese Arbeit zu finden, die kontinuierlich und nachhaltig erbracht werden muss, hat die Politik den Kampf der Beschäftigten mit ihrer Gewerkschaft für die Anwendung des Tarifvertrags des Öffentlichen Dienstes durch die entsprechende zusätzliche Finanzierung unterstützt. Die Anwendung des TVöD entspricht dem Willen der Stadtverordneten, die 2012 einmütig den Tariftreuebeschluss entschieden hat (NR 241 von 2012), nach dem die Träger, die städtisch finanziert werden, ihre Beschäftigten „tariftreu“ bezahlen sollen. Dieser politische Wille der Stadt wurde durch die Koalitionsvereinbarung 2016 bis 2021 bestätigt:

Die freien Träger der Sozial- und Jugendhilfe erbringen eine Vielzahl von Leistungen für die Bürgerinnen und Bürger im Auftrag der Stadt. Wir werden im Verlaufe der Wahlperiode dafür sorgen, dass sich die Tariferhöhungen in den Leistungen an die Träger wiederfinden. Wir werden wie bei anderen Zuschussempfängern sicherstellen, dass die vereinbarten Tariftreueverpflichtungen eingehalten …. (Koalitionsvertrag CDU + SPD + DIE GRÜNEN 2016-2021 vom Mai 2016, S. 22)

Leider müssen wir feststellen, dass dieser politische Wille unterlaufen wird, weil der Verein CeBeeF nicht in der Lage ist, den mit der Gewerkschaft frei abgeschlossenen Tarifvertrag einzuhalten. Anfang des Jahres 2016 hat der Träger eine „Schutzschirm-Insolvenz“ angemeldet. Das bedeutet, dass die von den Kolleginnen und Kollegen geleisteten Überstunden und tarifliche Zuwendungen beraubt wurden, weil diese in die Insolvenzmasse eingeflossen sind. Während des Insolvenzverfahrens hat sich die Unsicherheit in der Belegschaft sehr verstärkt. Die sogenannte „Schutzschirm“-Insolvenz führt nun dazu, dass die Geschäftsführung, die für die Insolvenz verantwortlich ist, weitere Maßnahmen in Zusammenarbeit mit dem Sachwalter und dem Gläubigerausschuss durchführt. So wird den Kolleg*innen ihr 13. Monatsgehalt erstmal vorenthalten, sie sollen es verzögert erhalten,– wahrscheinlich erst aus den Zuwendungen der Stadt aus dem neuen Haushaltsjahr.

Der Sachwalter, der Gläubigerausschuss und die Geschäftsführung werden von der Beratungsgesellschaft Baker Tilly Roelfs beraten. Sie sind bekannt durch „Restrukturierung von Pflegeheimen unter dem Schutzschirm“ (angekündigte Handelsblatt-Tagung am 8./9. Mai 2019 in Frankfurt am Main). Die Pläne zur Umstrukturierung sehen ein Filetieren des Vereins vor, indem er in verschiedene Arbeitsbereiche aufgeteilt und anderen Trägern angeboten wird. Wir befürchten, dass dadurch dem Berliner Pflegewerk ermöglicht werden soll, seinen Konzern auszuweiten und in Frankfurt Fuß zu fassen. Was mit den „defizitären“ Bereichen geschieht, ist unklar.

Jedenfalls sollen damit der sozial strukturierte und gewachsene Trägerverein und sein Angebot auf Kosten der Beschäftigten „marktgerecht“ strukturiert werden. Es kann nicht im Interesse der Stadtgesellschaft sein, ein bewährtes Instrument der Behindertenhilfe zu zerschlagen. Der Markt hat in der Sozialen Arbeit nichts zu suchen. Es geht um eine gesellschaftlich und politisch gewollte Arbeit der Öffentlichen Daseinsvorsorge. Sie muss nach sozialpädagogischen Prinzipien arbeiten können. Die Zuwendung kommt schon gegenüber Unterstützung, Assistenz und Pflege zu kurz.

Wie sehen die Stadtpolitik in der Verantwortung, über Strukturen der Öffentlichen Daseinsvorsorge zu entscheiden, das kann nicht den Trägern allein überlassen werden.

Wir fordern deshalb die sozialpolitisch Verantwortlichen der Stadt Frankfurt am Main auf:

Stellt sicher, dass die Besitzstände und Existenzgrundlagen der Beschäftigten in der Behindertenhilfe auf dem qualitativen Niveau und tariflich bezahlt gesichert werden: Dass die Beschäftigten ihre geleisteten Überstunden vergütet und ihre tarifvertraglichen Ansprüche erfüllt werden!

Wir fordern den Oberbürgermeister und die Stadtpolitiker auf: Schützt die Behindertenhilfe vor der Auslieferung an den Wettbewerb des Marktes. Stellt die solidarischen Grundlagen der Sozialpolitik wieder her.

Am besten wäre es - da die Freie Wohlfahrtspflege nicht in der Lage ist, ihre eigenen Ansprüche gegenüber dem Markt zu garantieren - die Beschäftigten des Vereins CeBeeF in einen städtischen Eigenbetrieb zu überführen. Damit wird auch die öffentliche Kontrolle dieser Arbeit und die Verwendung der öffentlichen Gelder garantiert.

Initiative politisch engagierter Gewerkschafter*innen in ver.di und GEW:

Kontakt: michael.altmann@gmx.net

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news-336 Mon, 03 Dec 2018 16:59:10 +0100 Schul-WLAN für alle? – Klar, aber ohne ungeschützte Sparmodelle und Privatisierung! https://www.gew-frankfurt.de/home/details/336-schul-wlan-fuer-alle-klar-aber-ohne-ungeschuetzte-sparmodelle-und-privatisierung/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=5c8bb04165eb0e04b4ae12367e43dae0 Pressemitteilung zum Thema „Offenes WLAN an Frankfurter Schulen“ 14 Pilotschulen sollen mit WLAN ausgestattet werden. Was schon lange geplant ist, kommt jetzt in der Praxis an. Schließlich entstammt die Planung dem Integrierten Schulentwicklungsplan aus dem Jahre 2015 – hier wurde festgelegt, dass dies erprobt werden soll. Seitdem sind einige Jahre vergangen und wenig passiert. Insofern ist es ausdrücklich zu begrüßen, dass es für diese 14 Schulen endlich umgesetzt werden soll. Ein Grund für die Verzögerung waren wohl zusätzliche Wünsche der Frankfurter CDU, die deshalb die Umsetzung dieses Projektes bisher blockiert hat. Und die jetzt erfolgte Berücksichtigung dieser Wünsche ist es, die neue Probleme schafft. Denn neben der Möglichkeit eines Zugangs über das pädagogische Netz, das sowohl den Jugendschutz als auch einen personalisierten Zugang sicherstellt, soll es für die beteiligten Schulen eine zweite, offene Variante geben. Dies bedeutet, dass sich jeder einloggen und alle Inhalte, die das Internet so bietet, aufrufen kann. Man könnte also auch sagen: Nicht nur offen, sondern vor allem ungeschützt. Dies halten wir an einem Ort, an dem Schülerinnen und Schüler ab der fünften Klasse sind, für vollkommen inakzeptabel.

Es gibt gute Gründe und viele Möglichkeiten, in Unterricht Computer und andere moderne Medien sinnvoll zu nutzen. Dafür sollen alle Frankfurter Schulen auch die notwendige Technik und Infrastruktur zur Verfügung gestellt bekommen. Und wenn sie es wünschen auch WLAN. Aber eben eines, bei dem sichergestellt ist, dass es nicht anders genutzt wird. An ein offenes WLAN knüpfen sich viele Fragestellungen, die nicht positiv zu beantworten sind. Was geschieht beispielsweise, wenn über das offene WLAN illegale Inhalte geladen werden - diese Frage erweitert sich um die Fragen der Überprüfung der sachgemäßen Nutzung desselben: durch Lehrer, Schulleitung, gar nicht? Mit welchem Arbeitsaufwand? Über ein offenes WLAN können auch Dritte sich sehr einfach Zugang zu den damit verbundenen Endgeräten von Schüler*innen, Lehrkräften und Schule verschaffen. Aus diesen Gründen ist ein offenes WLAN für Schulen abzulehnen. Nur eine Schule hat sich bisher für dieses Modell entschieden, aber das ist definitiv eine Schule zu viel.

Ebenso ungeklärt ist allerdings auch die zusätzlich ins Spiel gebrachte Variante, in Zukunft Schulen die Möglichkeit zu geben, WLAN über private Anbieter zu erhalten. Wie dies juristisch zu handhaben ist, bleibt unklar. Wer schließt hier mit wem einen Vertrag? Und welche Standards hat dann das WLAN? Hat die Schule Möglichkeiten, Einfluss zu nehmen, wenn sich Vertragskonditionen ändern, und welche Daten werden dann wo gespeichert? Wer überprüft die Einhaltung dieser Standards durch gewinnorientiert arbeitende Unternehmen?

Die GEW Frankfurt fordert alle Verantwortlichen auf, das Projekt „Offenes WLAN an Frankfurter Schulen“ nicht umzusetzen. Schulen sind Orte, an denen Schülerinnen und Schüler geschützt lernen und sich entwickeln sollen. Ein frei verfügbarer, unkontrollierter Internetzugang ohne Jugendschutz widerspricht diesem Grundsatz fundamental. Schulen, die WLAN wünschen, sollen dies auch schnell erhalten. Im Vordergrund sollte aber immer die pädagogische Arbeit und deren bestmögliche Unterstützung stehen. Dafür braucht es keine Experimente mit Sparmodellen und Privatisierungsideen. 

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news-331 Thu, 08 Nov 2018 18:54:00 +0100 [Externer Link] Altersarmut - kein Problem? http://www.frankfurter-info.org/termine/altersarmut-kein-problem Vortrag und Diskussion am Freitag, den 16.11.2018 um 19 Uhr, DGB-Haus Ffm  

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news-329 Tue, 23 Oct 2018 19:11:18 +0200 Last-Minute-Wahlgeschenke können eine verfehlte (Bildungs)Politik auch nicht mehr retten https://www.gew-frankfurt.de/home/details/329-last-minute-wahlgeschenke-koennen-eine-verfehlte-bildungs-politik-auch-nicht-mehr-retten/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=7420d0c7dead125b13bb71af05118cc8 In der letzten Woche gab es eine Reihe von Ankündigungen, die nur im Zusammenhang mit der kommenden Landtagswahl zu verstehen sind. Nun könnte man sagen, besser spät als nie – aber mit einer konzeptionell durchdachten, langfristig angelegten Bildungspolitik, wie sie benötigt wird hat das nichts zu tun. Vielmehr relativiert sich vieles, wenn man sich die Ankündigungen genau betrachtet und es ergibt sich ein Bild von aktionistisch zusammengeworfenen Ideen um eine positive Stimmung zu erzeugen.

 

Die Entscheidung, das Landesticket um ein weiteres Jahr zu verlängern war durchaus erwartbar. Ebenso der Zeitpunkt 12 Tage vor der Wahl. Wem aber Nachhaltigkeit ein Anliegen ist, sollte seine Projekte und ihr Timing nicht an Wahlen binden. Wenn das Landesticket ein Erfolg ist, sollte man es nicht immer wieder nur jährlich verlängern sondern langfristig einführen.

Vor ein paar Wochen erwiderte der Hessische Kultusminister auf die Nachfrage der GEW Hessen, wann denn endlich die erforderliche Entlastung für Mentorentätigkeit kommen werde, dass eine „Mentorentätigkeit […] – wie im Übrigen auch vergleichbar in größeren Betrieben, in der Industrie, im Dienstleistungsgewerbe – zu den dienstlichen Aufgaben der Lehrkräfte gehöre.“

9 Tage vor der Wahl scheint er hierzu neue Erkenntnisse gewonnen zu haben und kündigt eine Entlastung von 1 Pflichtstunde pro Lehrkraft im Vorbereitungsdienst an, was in der schulischen Praxis häufig eine halbe Pflichtstunde pro MentorIn bedeutet, da es zwei Unterrichtsfächer zu betreuen gilt. Dies reicht aber nach unseren Einschätzungen bei weitem nicht aus, 2 Stunden pro Lehrkraft im Vorbereitungsdienst wären mindestens notwendig. Dringend notwendig wäre hier auch, die Anrechnung der Stunden der Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst auf die schulische Unterrichtsversorgung deutlich zu reduzieren, damit gemeinsames Planen, Doppelbesetzungen im Unterricht und anschließende Reflexion wieder vermehrt möglich sind. Wem die Qualität der Ausbildung von Lehrkräften am Herzen liegt, der muss auch hier handeln.

6 Tage vor der Wahl entdeckt das Hessische Kultusministerium, dass „die Aufgaben für Schulen in den vergangenen Jahren auf vielfältige Weise gewachsen (sind)“ und „zu den Bildungs- und Erziehungsaufgaben – im und rund um den Unterricht – auch wachsende Verwaltungsaufgaben hinzu(kommen)“. Diese Erkenntnis ist richtig. Und es ist auch richtig, Maßnahmen zu ergreifen, dies zu verändern. Aber die Ankündigung des Starts eines „Pilotprojektes“, in dem in 2 Kreisen an einigen wenigen Schulen diese Entlastung erprobt werden soll (Gesamtkosten 150.000 €), ist keine Antwort, die hier hilft. Wie wäre es stattdessen mal mit der Idee, unnötige Zusatzarbeit zu finden und zu streichen, und für die notwendige Arbeit zusätzliche Personen an allen hessischen Schulen einzustellen. Dass eine Erhöhung der Stunden für die Arbeit in den Schulsekretrariaten, technische Unterstützung für den Betrieb der Computersysteme und der Homepage und vieles mehr sinnvoll wäre, muss nicht im Rahmen einiger Pilotversuche erprobt werden, sondern ist bekannt.

Wird dieser Rhythmus beibehalten, ist die große Frage, was uns wohl 3 Tage vor der Wahl versprochen wird?

Das weiß keiner, wahrscheinlich noch nicht einmal der Kultusminister. Aber wie wäre es mal mit langfristiger, durchdachter Bildungspolitik anstelle von Ankündigungen und Showeffekten? Damit würde man viel für das Land gewinnen.

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