Die Versammlung beschloss, gegen die angekündigte 79-Millionen-Euro-Kürzung im Schul- und Hochschulbereich vorzugehen. Auch Schüler- und Studentenvertreter machten auf die dramatischen Auswirkungen der Kürzungen aufmerksam.
Die schleichende Umwandlung fester Lehrerstellen in befristete prekäre Arbeitsverhältnisse zu verhindern und für das Modell einer demokratisch verfassten Schule einzutreten, darin wird die GEW ihre bisherige Politik fortführen.
Tarifpolitisch sprachen sich die Delegierten dafür aus, den TvöD auch in privaten Einrichtungen mit vergleichbaren staatlichen Angeboten durchzusetzen: „Der TvöD müsse ’Leitwährung’ auf dem Bildungs- und Erziehungsmarkt und dem Markt der sozialen Arbeit werden, so wie es der BAT vor langer Zeit einmal war“. Die GEW unterstützt in diesem Zusammenhang die laufende Tarifauseinandersetzung bei der Lehrerkooperative.
Die bisher nicht durchgesetzte Arbeitszeitverkürzung für die Lehrkräfte an den Schulen steht weiter auf der Agenda.
Die GEW beobachtet mit Sorge das fortschreitende Tätigwerden der Bundeswehr an den Schulen und sieht darin in Verbindung mit dem Kriegseinsatz in Afghanistan den Versuch einer fortschreitenden Militarisierung der Gesellschaft, obwohl dieser Krieg von der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung abgelehnt wird. Die GEW fordert aus friedenspolitischer Überzeugung den sofortigen Abzug der Besatzungstruppen aus Afghanistan.
Die Delegierten wählten einen verjüngten Vorstand, dessen Vorsitzenden-Team mit Elke Große-Vorholt und Herbert Storn, beide an beruflichen Schulen tätig, 93% der Stimmen erhielt.








